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Wertschaffung im Personalmanagement

Guten Tag,

das vergangene Jahrzehnt stand im Zeichen gestiegenen Kostenbewusstseins und kostenorientierten Handelns bei nahezu allen unserer Kunden. Unternehmen reduzieren Kosten durch Prozessoptimierungen und Umstrukturierungen und trennen sich zuhauf von mehr oder minder erfolgsunkritischen Ausgabenblöcken.

Auch das Personalmanagement wird hierbei kritisch unter die Lupe genommen. Wird diese Abteilung doch in vielen Unternehmen eher als Kostenblock gesehen und weniger als Lieferant für hohe Wertschaffungsbeiträge oder als Garant für Wettbewerbsvorteile durch kräftige Steigerungen des Humankapitals.

Personalmanagement: Kosten- oder Werttreiber?

Das Konzept „HR als Strategischer Business Partner“ ist in diesem Blickfeld ein mittlerweile international etablierter Ansatz. Die damit einhergehende qualitative Veränderung stellt durchaus hohe Anforderungen an die Akteure im Personalmanagement. Im Vergleich zum hiesigen Personaler steuern und gestalten in anderen Ländern Personalmanager Projekte stark an Wertschaffung, Strategie und Business orientiert.

Die Umsetzung der mit dem HR Business Partner Konzept verbundenen Begriffen wie Wertschaffungsbeitrag, Humankapital, Dienstleistung oder (interne) Kundenorientierung setzt sicherlich ein Selbstverständnis voraus, welches hierzulande im Personalmanagement nicht durchgängig selbstverständlich ist. Denn anders als in anderen Ländern sind die meisten Aufgaben deutscher Personalmanager durch eine Vielzahl und Komplexität von Gesetzen, Verordnungen, Bestimmungen und Verträgen gekennzeichnet. Hierfür aufgewendete Zeit fehlt auf der strategischen Ebene und damit an der wertschaffenden, das Business spürbar unterstützenden Funktion von Personalmanagement.

Personalmanagement: Neu ausrichten!

Das HR (Shared) Service Center Konzept (siehe Infokasten) gilt als Vorstufe oder Alternative zum Outsourcing. „Entweder wir prüfen jetzt unsere Aufgabenfelder selbst kritisch oder andere werden bestimmen, was wir noch tun sollen, dürfen oder müssen.

Wer das Personalmanagement verschlankt und sich von administrativen Aufgaben trennt, der kann sich verstärkt auf die Wahrnehmung der Aufgaben strategieumsetzenden Personalmanagements konzentrieren. Für den einen also Gefahr, für den anderen die große Chance. Leitfrage: „Was können externe Spezialisten besser und / oder zu geringeren Kosten als wir selbst?“

Viele HR (Shared) Service Center realisieren bereits Kostenreduzierungspotenziale, indem sie Bewerbern, Mitarbeitern und Führungskräften Self Services anbieten und sich so von Verwaltungsaufgaben entlasten. Diese erfassen und pflegen ihre Personal- und Stammdaten selbst, drucken sich Entgeltnachweise aus oder erstellen Spesenabrechnungen.

Change Management mit Hilfe der Change Spektralanalyse

Wichtiges Instrument bei diesem Change Prozess und der Fokussierung des Personalmanagements auf die wesentlichen Aufgaben ist sicherlich die Change Spektralanalyse. Sie unterstützt Veränderungsprozesse enorm.

Die Change Spektralanalyse dient der Ermittlung von Ist- und Sollzuständen in Selbst- und Fremdsicht, zudem der Ableitung zutreffender Vorgehensweisen und Maßnahmen. Die Change Spektralanalyse gilt als das umfassendste Instrument und als unverzichtbar, sowohl im Hinblick auf die Steuerung der Veränderung als auch zur Erzeugung des erforderlichen Commitments.

Ein auf das Personalmanagement angewendetes Spektrum (Beispiel):

HR Changemanagement Spektralanalyse

HR Changemanagement Spektralanalyse
Zum Vergrössern bitte Grafik anklicken

Dieses HR Change Spektrum reicht von der administrativ exzellenten Verwaltung über das Dienstleistungscenter bis zum strategischen HR Business Partner.

Auf drei Beschreibungsebenen bildet es für das gesamte Personalmanagement des Unternehmens im Selbst- und Fremdbild den jeweiligen Ziel- und den Ist-Zustand zutreffend ab und zeigt mögliche Maßnahmen auf.

Dabei bewahrt die HR Change Spektralanalyse auch bei tiefer gehenden Analysen für jede einzelne Personalfunktion seine richtungsweisende Kraft und seinen Wert als Visualisierungsinstrument. Einfach, aber auch einfach gut: Die Change Spektralanalyse unterstützt an Wertschaffung ausgerichtete Personalleiter bei der strategischen Neuausrichtung des Personalmanagements enorm.

Mit gutem Gruß

Gunther Wolf

Info-Kasten: Human Resources Service Center

HR-SC: Die Ausrichtung des Personalmanagements als selbständige (eigene oder ausgegliederte) Geschäftseinheit, welche a) durch die Standardisierung von Abläufen kostengünstig und b) durch strikte Kunden- und Dienstleistungsorientierung als werthaltig geschätzte Leistungen für interne und möglicherweise sogar externe Kunden erbringt.

HR-SSC: Bei dem Human Resources Shared Service Center (HR-SSC) werden zuvor dezentral erbrachten internen Dienstleistungen in ein Service Center zusammengelegt. Hierbei lassen sich weitere Kostenreduzierungspotenziale durch Synergieeffekte realisieren.

Das Team um Diplom-Ökonom und Diplom-Psychologe Gunther Wolf erbringt hoch professionelle Beratungsleistungen für Vorstände und Geschäftsführer, für Aufsichtsräte und Inhaber. WOLF Managementberatung berät Unternehmensleitungen insbesondere bei der Einführung, Umsetzung und Aktualisierung von strategischen Systemen sowie der zugehörigen Instrumente.